Kabelgranulieranlagen gehören zu den wichtigsten Maschinen im modernen Kabelrecycling. Sie ermöglichen es, Kupfer und Aluminium effizient aus Kabeln zurückzugewinnen – mit hoher Reinheit und minimalen Materialverlusten. Doch wie genau funktioniert eine solche Anlage eigentlich? Und welche Vorteile bringt sie im täglichen Einsatz?
Dieser Beitrag erklärt den Aufbau, den Ablauf und die wichtigsten Vorteile einer Kabelgranulieranlage.
Eine Kabelgranulieranlage besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten. Jeder Bereich übernimmt eine spezielle Aufgabe im Trennprozess von Leiter und Isolierung.
Bevor das Material in die Granuliermaschine gelangt, wird es über einen Vorzerkleinerer oder Schredder auf eine handhabbare Größe gebracht. Dadurch läuft der Prozess gleichmäßig und ohne Blockierungen.
Der Kern der Anlage ist der Granulator. Ein schnell rotierender Messerrotor zerkleinert das Kabel in kleine Stücke und trennt dabei den Leiter von der Isolierung.
Die Siebgröße bestimmt, wie fein das Endmaterial wird.
Nach dem Granulieren wird das Material durch ein Luftstromsystem geführt.
Da Kupfer und Aluminium schwerer sind als Kunststoff, lässt sich die Fraktion sauber voneinander trennen. Die schweren Metallpartikel fallen nach unten, die leichten Isolationsreste werden abgesaugt.
Viele Anlagen verfügen über zusätzliche Separationssysteme, um feine Reststoffe auszusortieren. Dadurch wird die Reinheit des Granulats weiter erhöht.
Das Ergebnis: sortenreines Kupfer- oder Aluminiumgranulat, das direkt wiederverkauft oder weiterverarbeitet werden kann.
Der Prozess lässt sich in drei Schritte gliedern:
Materialvorbereitung
Kabelreste, Mischkabel oder Produktionsabfälle werden gesammelt und vorzerkleinert.
Granulierung & Trennung
Die Anlage zerkleinert das Material, trennt Metall und Isolierung und sortiert die Fraktionen.
Endprodukt & Weiterverwertung
Das gewonnene Granulat erreicht je nach Anlage sehr hohe Reinheiten und kann in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden.
Damit wird aus Abfallmaterial ein wertvoller Rohstoff.
Kabelgranulieranlagen bieten sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile und gehören deshalb zur Standardtechnik im Schrott- und Recyclinggewerbe.
Moderne Anlagen erreichen Kupferreinheiten von über 99 %, was den Materialwert deutlich steigert.
Ob dünne Datenkabel, Installationsleitungen oder stark isolierte Stromkabel – viele Anlagen können verschiedene Materialarten in einem Prozess bearbeiten.
Moderne Antriebe und optimierte Lufttrennsysteme ermöglichen einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch.
Die Prozesse laufen weitgehend automatisch. Die Anlage muss lediglich beschickt und überwacht werden.
Durch den hohen Materialwert des erzeugten Granulats amortisieren sich viele Anlagen schneller als erwartet – besonders bei regelmäßigen Kabelmengen.
Kabelgranulieranlagen ermöglichen eine schnelle, saubere und wirtschaftliche Rückgewinnung wertvoller Metalle aus Kabelresten. Dank präziser Trenntechnik, automatisierten Abläufen und energieeffizienten Komponenten sind sie für viele Recyclingbetriebe die ideale Lösung, um Materialströme aufzubereiten und Erträge zu maximieren.
Wer regelmäßig Kabel verarbeitet, profitiert langfristig sowohl technisch als auch wirtschaftlich von einer professionellen Granulieranlage.